Fakten

Gemeindestraße
B-Plan Gebiet:
Länge:
Bau/Benennung:


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Blick auf die Pferdekoppel
Kampf gegen das Wasser
Am Ridenbusch 2009
Foto: Bruno Scharnberg

Am Ridenbusch

Die Straße "Am Ridenbusch befindet sich im südwestlichen Trittau und ist ein Abzweiger von der Rausdorfer Straße. Entstanden ist diese Straße Anfang der 1960er Jahre und wurde mit acht charmanten kleinen Siedlungshäusern bebaut. Vorher war es ein kleiner Feldweg. Alle Häuser sind mit roten Backsteinen verklinkert. Die Grundstücke haben jeweils eine Größe von ca. tausend Quadratmetern.

In den frühen Jahren wurden hier auch Gemüse und Obst für den Eigenbedarf angebaut. Die Straße endet damals wie heute in einer Sackgasse. Vor Entstehung der Siedlung "Hasenberg" befanden sich am Ende der Sackgasse die Koppeltore der Wiesen von Carl Möller. Auf den Wiesen konnte man seine Pferde idyllisch grasen sehen. Den Hasenberg kann man vom Ridenbusch aus zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen.
Bei Einfahrt in den Ridenbusch liegt jetzt rechts der Veilchenweg. Bevor dieser entstand, befanden sich auch hier Pferdekoppeln.
Die ersten Bewohner des Ridenbusches hatten bis etwa Mitte der sechziger Jahre mit Wasser zu kämpfen, da die Grundstücke in einem Feuchtgebiet lagen. Ein Anwohner berichtet, dass die Menschen im Winter während der fünfziger Jahre dort auf zugefrorenen Wiesen Schlittschuh gelaufen seien. Nach Entstehung der Kanalisation und Drainagen gab es jedoch bis zum heutigen Tage keine Probleme mehr mit Wasser "von unten". Als das Gebiet noch sumpfig war, konnte die Pflanze Reet gut gedeihen. Reet heißt auf Plattdeutsch "Ried". So ist der Name Ridenbusch entstanden. (In alten Gemeindeunterlagen wurde Ridenbusch mit "ie" geschrieben, möglicherweise wurde die Schreibweise irgendwann geändert auf ein einfaches "i". Die umliegenden Straßen erhielten später ebenfalls Pflanzennamen. Die alten Siedlungshäuser wurden im Laufe der Zeit teilweise durch Anbau oder Restaurierung etwas verändert, konnten jedoch ihren alten Charme allesamt erhalten. Die Grundstücke wurden bislang nicht auf den hinteren Teilen bebaut, so dass sie sehr großzügig wirken. Außerdem ist es nach wie vor möglich, etwas Gemüse anzubauen oder mit Staudenbeeten u.ä. kreativ zu gärtnern.

Autorin:
Christina Henning