Fakten

Gemeindestraße
B-Plan Gebiet:
Länge:
Bau/Benennung:


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Wohnhäuser
Großenseer Straße
Foto: Wolfgang Hoffmann
Autohaus Russmeyer
mit Tankstelle
Foto: Wolfgang Hoffmann
Tennishalle
Großenseer Straße
Foto: Wolfgang Hoffmann

Großenseer Straße

Das Schönste an dieser Straße ist, dass sie nach Großensee führt. Das bestreitet wohl niemand, aber es soll ja an dieser Stelle nicht über Schönheit, sondern über die Bedeutung der Straße für Trittau geschrieben werden. In dieser Hinsicht gibt es selbst für denjenigen einiges zu berichten, der lediglich zwischen Großensee und Trittau hin und her fährt und der diesen Weg noch kein einziges Mal zu Fuß zurückgelegt hat.
Was dem Autofahrer auffällt, also dem nur oberflächlichen Beobachter, soll nun in aller Kürze beschrieben werden. Beginnt man dort, wo sich für manche Fahrer lästige Wartezeiten ergeben können, wenn sie, aus Großensee kommend, nach links in Richtung Grönwohld abbiegen wollen und wenn sie sich darauf verlassen müssen, dass sich im Verkehr von beiden Seiten eine Lücke bietet, dann beginnt man am besten mit etwas Erfreulicherem, dem Nahrhaften.
Zwar war mancher Trittauer betrübt, als nach wer weiß wie vielen Jahren der Bäcker Harders im Jahr 2008 seinen Betrieb aufgab, er, der so manchen Mitbürger mit den hervorragenden Erzeugnissen seiner Backstube oft zum Naschen und Schwelgen verführt hatte. Zum Glück aber setzte die Braaker Mühle diese gute Tradition fort. Sie eröffnete ein modernes Ladengeschäft, das seine Kunden mit leckerem Brot und tollen Dingen aus der Konditorei lockt. Bei schönem, warmem Wetter kann man sogar draußen bei Kaffee und Kuchen sitzen, es sei denn, man stört sich am Verkehrslärm und den Abgasen der Autos.
Apropos Autos. Es ist zu verwundern, wie friedlich und unfallfrei es auf dem zur Braaker Mühle gehörenden kleinen Parkplatz zugeht, wenn es so scheint, als würden dort zwei Wagen mehr parken, als Platz vorhanden ist. Oft fährt der Großenseer, den es in sein schönes Dorf zurückzieht, vorbei, ohne zu halten, weil sich keine Parkmöglichkeit bietet. Dabei würde er gern ein Stück Kuchen oder Torte mitnehmen.
Apropos Autos zum zweiten. Schräg gegenüber der Braaker Mühle, ein wenig weiter in Richtung Ortsausgang, stehen manchmal Riesentransporter, die vor dem Autohaus Russmeyer Pkws abladen. Das dauert natürlich einige Zeit, während der dann der Verkehr nahe der schon oben beschriebenen Engstelle zusätzlich gestört wird. Oft allerdings ist das ein Vorteil für den seit einiger Zeit an der Ecke auf eine Lücke wartenden Fahrer, der jetzt nach links abbiegen kann, weil sich der von rechts kommende Verkehr in Richtung Großensee wegen des Autotransporters staut.
Verstanden?
Wenn nicht, sollte man das alles einmal selbst erleben. Wenn man aber dazu keine Lust hat, kann man diesen neuralgischen Punkt leicht vom neuen Kreisel aus über die Bürgermeister-Hergenhan-, die Lütjenseer- und die Bahnhofstraße umfahren. Das spart Zeit und manchmal auch Nerven.
Erwähnt wurde bereits das Autohaus Russmeyer, ein bemerkenswerter Großbetrieb in Trittau. Auf das Unternehmen selbst einzugehen, ist hier nicht der rechte Ort, doch darf nicht unerwähnt bleiben, wie großzügig dieses Autohaus seine moderne Ausstellungshalle zur Verfügung stellt, wenn es gilt, bei gewissen Anlässen im Sinne der Trittauer Wirtschaft zu wirken. Das ist beispielhaft.
Direkt neben Russmeyer liegt das Autohaus Klaus Beckmann, das jedoch nur scheinbar zum Thema Großenseer Straße gehört. Seine Postadresse lautet nämlich Bahnhofstraße, so dass es in diesem kurzen Bericht nicht gesondert berücksichtigt werden kann.
Zu erwähnen ist unbedingt die Fußgängerampel, die bei Bedarf den Verkehr stoppt, und zwar gerade an der Stelle, wo der Fuß- bzw. Radweg von der Hahnheide-Schule auf die Großenseer Straße trifft. Ist der Unterricht zu Ende, dann staut sich dort der Strom der Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen, und der vor der roten Ampel wartende ältere Autofahrer hat beim Betrachten der heutigen Jugend Gelegenheit zu manchen Überlegungen, die nicht unbedingt immer positiv sind. Oft münden solche Gedanken in die Frage, ob man früher auch so war, und die ehrliche Antwort lautet meistens: Nein, wohl nicht, ob aber besser? In Gedanken verloren fährt man weiter, wenn die Ampel auf Grün springt.
Ein Stückchen weiter in Richtung Großensee liegen rechterhand der große Parkplatz mit den vielen Abfallcontainern, der Sportplatz und die Tennishalle. Gerade das überdachte Domizil des weißen Sports ist etwas, was der Großenseer Straße zusätzlich das Recht gibt, diesen Namen zu tragen, denn viele Mitglieder dieser schönen Gemeinde treiben dort Sport in der kalten Jahreszeit.
Lässt man den neuen Kreisel in Richtung Großensee hinter sich, schweift nach rechts der Blick über das neue Trittauer Gewerbegebiet. Linkerhand biegt der Technologiepark ab, ein modernes Zentrum interessanter Firmen. Läge er direkt an der Großenseer Straße, würde eine auch nur oberflächliche Beschreibung den Rahmen dieses Berichtes sprengen.
Schon ganz am Anfang wurde erwähnt, das Schönste an dieser Straße sei die Tatsache, dass sie nach Großensee führe. Das stimmt zweifellos, doch muss unbedingt noch erwähnt werden, dass sie Trittau auch mit der großen, weiten Welt verbindet, denn dort, wo sie ihren Namen verliert, kann man nach Norden oder Süden in die B404 einbiegen und weiter über die Autobahnen fahren, wohin immer man will. So darf man mit Fug und Recht behaupten, dass die Großenseer Straße die wichtigste für Trittau überhaupt ist.

Autor:
Hermann Drews