Klaus Groth

Fakten

Gemeindestraße
B-Plan Gebiet:
Länge:
Bau/Benennung:


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Bau der EDI Häuser
Klaus-Groth-Straße 1972
Foto: Werner Köster
Klaus-Groth-Straße 1973
Foto: Werner Köster
Klaus-Groth-Straße 2009
Foto: Bruno Scharnberg

Klaus-Groth-Straße

Das Erscheinungsbild der Klaus-Groth-Straße ist zu einem großen Teil geprägt durch die Typ-Häuser der "Marke" Emil Dittmer (EDI-Häuser). Die äußerst stabilen Einfamilienhäuser wurden 1973 errichtet. Wände und Decken wurden jeweils mit Ortbeton erstellt. Von den seinerzeit zwölf neu erbauten Eigenheimen befindet sich der Großteil in der Klaus-Groth-Straße. Einige von ihnen stehen in der Straße Billetal.

Zu erreichen ist die Klaus-Groth-Straße vom Billetal aus oder über die Hebbelstraße. Geht man von der Hebbelstraße aus in die Klaus-Groth-Straße stehen hier zunächst einige ältere Siedlungshäuser. Diese sind jeweils interessant individuell gestaltet. Man erreicht dann einen Wendehammer, wo ursprünglich die Straße endete. Dahinter lag bis zum Bau der EDI-Häuser ein Tannenwäldchen. Ganz am Ende der heutigen Klaus-Groth-Straße stehen zwei schöne alte Eichen, die dem Bau der neuen Siedlung nicht weichen mussten, worüber der damalige Bürgermeister Hergenhahn sehr erfreut war.

Erstaunt haben die Bewohner der Klaus-Groth-Straße 1977 festgestellt, dass sie im Jahre 1976 Sieger des Vorgartenwettbewerbes waren, obwohl sich niemand hierfür beworben hatte. Die Bewohner haben dies durch Anbringung eines zusätzlichen Schildes am Straßenschild erfahren. Dieses Schild ist zur Zeit leider nicht mehr lesbar, weil die Schrift von der Sonne offenbar verblichen ist. Der Bauausschuss der Gemeinde hatte 1976 beschlossen, von nun an jedes Jahr einen Vorgartenwettbewerb durchzuführen. Für den ersten Wettbewerb unternahmen die Mitglieder des Ausschusses in dem betreffenden Jahr 1976 drei Begehungen (Mai, August und September). Im Oktober 1976 wurde dann die Klaus-Groth-Straße als bester Straßenzug ermittelt. Es wurden außerdem drei Einzelgärten ausgezeichnet (Ostlandweg, Irisweg und Lütjenseer Straße) sowie ein Firmenvorgarten (Otto-Hahn-Straße). In der Bauausschusssitzung vom 24.05.1977 wurde beschlossen, dass im Jahr 1977 kein Vorgartenwettbewerb stattfinden solle. Offenbar ist die Idee mit diesen Wettbewerben anschließend im Sande verlaufen, denn in den folgenden Sitzungen wurde ein Vorgartenwettbewerb in keinem Protokoll mehr erwähnt. Die Gärten der Klaus-Groth-Straße sind allerdings immer noch sehr gepflegt, und bei einem Spaziergang lohnt sich ein Abstecher in die kleine hübsche Straße.

Wie bei vielen Neubausiedlungen wurden die EDI-Häuser zunächst in erster Linie von Familien mit kleinen Kindern bewohnt. Durch den Einzug zum etwa gleichen Zeitpunkt und den noch recht leeren Gärten lernte man sich schnell kennen, und es entwickelte sich eine Gemeinschaft. Die Zeit brachte es mit sich, dass es zu Veränderungen kam, beispielsweise durch den einen oder anderen Umzug, und so hat sich der "harte Kern" etwas verkleinert. Bis auf einige Restaurierungsmaßnahmen hat sich der äußere Charakter der EDI-Häuser bis zum heutigen Tage kaum verändert.

Autorin:
Christina Henning