Rudolf Diesel

Fakten

Gemeindestraße
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Rudolf-Diesel-Straße
Foto: Stefan Grau
Rudolf-Diesel-Straße
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Rudolf-Diesel-Straße

Wer bewegt uns heute mehr als Rudof Diesel? Ob New York, Tokio, London oder Paris - Diesel bewegt die Welt und auch Trittau. Noch 150 Jahre nach seinem Tod dominiert der Dieselmotor die internationale Schifffahrts-, aber auch Automobilbranche. Hundert Jahre nach der Patentanmeldung von 1892 für seine innovative Erfindung ehrte der Trittauer Gemeinderat ihn und benannte eine Straße im Gewerbegebiet West nach ihm.

Hier siedelt seit den neunziger Jahren, neben "Famila" in der angrenzenden Nikolaus-Otto-Straße, das Trittauer Kleingewerbe. Der selbst aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammende Rudolf Diesel lebte mit seiner deutschen Familie in Paris, bis sie 1870 nach Ausbruch des deutsch-französischen Krieges nach London umsiedelte. Aus finanziellen Gründen sahen sich seine Eltern gezwungen, ihren Sohn allein zu Tante und Onkel nach Augsburg zu schicken. In der Fuggerstadt entwickelte der junge Rudolf seinen Wunsch, Mechaniker zu werden, und konnte nach einem bravourösen Schulabschluß dank eines Stipendiums an der Königlich-Bayrischen Technischen Hochschule in München, der heutigen TU München, studieren.
Während er nach dem Studium in einem französischen Kühlmaschinenunternehmen Karriere machte, beschäftigte er sich intensiv mit der Optimierung der Dampfmaschine. Seine theoretischen Erkenntnisse ließ er 1892 erstmals patentieren. Obwohl die Skepsis gegenüber dem aufstrebenden 34-jährigen Ingenieur groß war, bekam Diesel Unterstützung von der Maschinenfabrik Augsburg, der heutigen MAN-Gruppe, und der Firma Krupp. Bis zur Fertigstellung des ersten betriebsfähigen Dieselmotors dauerte es weitere vier Jahre. Durch eine geschickte Vermarktungsstrategie kam Diesel zu einem beträchtlichen Vermögen und konnte sich einen großbürgerlichen Lebensstil finanzieren.

Nach einigen Jahren des Erfolges kam der Fall. Erst der finanzielle durch Fehlkäufe und Grundstückspekulationen - und dann der Fall vom Schiff. Im Alter von 55 Jahren stürzte Diesel bei der Überfahrt nach London in den Ärmelkanal. Die Todesursache blieb bis heute ungeklärt. Auch sein Leichnam konnte nie geborgen und nur an Hand verschiedener Wertgegenstände, die man aus dem Wasser fischte, indentifiziert werden.
Und so fuhr er Ford und kam nie wieder, und so "fährt und fährt und fährt" der Diesel auch heute noch, bereitet Millionen Menschen "Freude am Fahren", sorgt dank neuer Biokraftstofftechnologien für "saubere Straßen in Deutschland" - Diesel zeigt: "Nichts ist unmöglich", vor allem nicht in der Rudolf-Diesel-Straße in Trittau.

Autoren:
Lea Ludwig
Tonio Kutscher