Fakten

Gemeindestraße
B-Plan Gebiet:
Länge:
Bau/Benennung:


Könnten Sie noch etwas zur "Schulstraße" beitragen? Dann melden Sie sich bitte.

Schulstraße

Über die Schulstraße würd´ ich gern´ berichten,
gab es doch so vielerlei Geschichten.
Ich saß mit Herrn von Hartz so in der Mühle,
dicht nebeneinander rückten wir die Stühle
und lauschten dem Vortrag von dem Schlosse,
Erinnerung sich da ergosse,
mein Vater schon wollte über unsere Straße schreiben...
Der ist lange nun schon tot, also wird das an mir nun kleben bleiben.

Herr von Hartz wußte nun zu erzählen,
er hätt´ noch Bilder, die Dir fehlen.
Erinnern kann ich mich noch an die Tage,
wo´s Lehrerhaus stand und dann die Frage,
warum man es hat abgerissen.
Weil dann Herr Süllau ganz beflissen
verdienen wollte mit dem Markte,
das Lehrerhaus heraus noch ragte...

Die untere Schule war schon lange abgerissen,
einst mußte man die Fahne dort wohl hissen.
Mein Vater in seinen Kindertagen,
hatte dort nicht viel zu beklagen.
Der beste seiner Lehrer war zwischen all den Frauen,
der Böckmann, der hat nicht verhauen.
Zumindest waren seine Strafen
wohl sehr gerecht und nach Bedarfen.

Als ich noch Kind war, kann ich mich entsinnen,
gab es da eine Straßenbahn - nein, ich fang nicht an zu spinnen!
Auf dem großen Abenteuerspielplatz am Ende der Straße
sagten sich noch gute Nacht Fuchs und Hase.
Da gab es Kinderfeste und Sonnenwendfeiern.
Zu Ostern Spiele und Laufen mit Eiern.
Ein riesengroßer Parkplatz war dann noch zu finden.
Begrenzt wurde dieser von mächtigen Linden.

Nun geht man nach oben zum Anfang des Hanges.
Da steht noch die Eiche und nun folgt ein langes
Überlegen in der Autofahrer Gesichter:
Wie bieg ich nur ab, was ist denn nun dichter?
Nach links um den Baum herum, nach rechts und oh Graus,
da kommt ein Fahrzeug... wie geht das wohl aus?

Der Tante-Emma-Laden "Langhans" ist vielen noch ein Begriff.
Wenn einmal was fehlte, man einfach klopfte und pfiff.
Der Ladenschluß wurde da manchmal umgangen.
Da gab es fast alles: Teewust, lose Milch und auch Zangen!
Und Mili-Eis auf die Hand aus der Truhe,
die beiden Damen hatten selten viel Ruhe.

Nun weiß ich nichts mehr weiter zu berichten,
drum höre ich nun erst einmal auf mit dem Dichten.
Wenn Du magst, sende dies als eine Homage an meine Straße.
Vielleicht gibt es bald noch Bilder hier von der Trasse.

Autorin:
Regina Brüggemann